Kartäuserkirche

Kreuzgangsaal

Der heutige Gemeindesaal, der sogenannte Kreuzgangsaal, vereinigt in seinem Grundriss den Südflügel des kleinen und einen Teil des Nordflügels des großen Kreuzgangs. Denn die beiden Kreuzgangflügel verliefen, durch eine Wand voneinander getrennt, parallel zueinander. Der Durchbruch geht vermutlich auf die Franzosen zurück. Die Preußen nutzten den entstandenen Raum als Lazarettwäscherei. Diese Zweckentfremdung verhinderte den Abriss, dem die übrigen Kreuzgangteile bereits zum Opfer gefallen waren. Nach Übergabe der Kartause an die Evanelische Gemeinde stellte man 1928 die Trennwand zwischen den beiden Kreuzgängen wieder her. Die Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges setzten dann auch dem letzten Rest dieser architektonischen Meisterwerke ein Ende. Von dem kleinen Kreuzgang aus dem Jahre 1465 mit den kostbaren Glasgemälden und dem großen Kreuzgang aus dem Jahre 1534, der mit Maßwerkfenstern und kompliziertem Netzgewölbe ausgestattet war, ließen sich nur noch die Außenfassaden rekonstruieren.

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Kreuzgangsaal

Foto: Martina Dienemann