KartäuserKirche Köln

Auferstehungsgottesdienst auf dem Geusenfriedhof

Zum Auferstehungsgottesdienst mit Pfarrerin Dr. Anna Quaas lädt die Evangelische Gemeinde Köln bei jedem Wetter für Ostersonntag, 16. April, 8 Uhr, auf den Geusenfriedhof (Weyertal/ Ecke Kerpener Straße). Anschließend gibt es ein gemeinsames Frühstück im Evangelischen Krankenhaus Weyertal.
Auferstehungsgottesdienst auf dem Geusenfriedhof

Im Jahre 1576 wurde vor dem „Weyertore, weit westlich der mittelalterlichen Stadtmauern von Köln, ein evangelischer Friedhof angelegt. Zuvor diente den Verstorbenen der „Elendsfriedhof" nahe der heutigen Severinsbrücke als Bestattungsfläche. Offenbar, um einen würdigeren Begräbnisplatzes einzurichten, schenkte Frau Ursula Goer zu Kaldenbroek ein Grundstück für den so genannten Geusenfriedhof. 
Die ersten evangelischen Christen in der Stadt Köln lebten vornehmlich im „reformierten Bekenntnis". Viele von ihnen kamen aus den Niederlanden, von wo sie den Namen "Geusen" mitbrachten. Der Überlieferung nach soll bei der Übergabe einer Bittschrift einer evangelischen Adelsgruppe aus den Niederlanden (1566) der Statthalterin Margarethe von Parma geflüstert worden sein, sie solle sich nicht vor einem Haufen Bettler (gueux) fürchten. Danach wurden vielerorts die Protestanten als Geusen benannt, in Köln auch der Friedhof. 
Im Jahr 1583 wurde vom Rat das endgültige Verbot ausgesprochen, in der mittelalterlichen Stadt für Protestanten das Begräbnis zuzulassen. Danach war der Geusenfriedhof der alleinige evangelische Friedhof im linksrheinischen stadtnahen Bereich Kölns. Seit der Zulassung (1829) evangelischer Begräbnisse auf dem kommunalen Zentralfriedhof Melaten fanden nur noch vereinzelt Beerdigungen statt. Die Bestattung von Julie Hasenclever geborene Taurinus (+1875) beendet die lange Folge der Begräbnisse. Sie liegt in einem mehrstelligen, eingefriedeten Grab unter einer Kreuzstele begraben.

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