KartäuserKirche Köln

"Moxos" spielt Barockmusik aus Bolivien

Barockmusik und mehr aus San Ignacio de Moxos in Bolivien spielt das Ensemble "Moxos" am Mittwoch, 2. Mai, 19 Uhr, in der Kartäuserkirche Köln, Kartäusergasse 7. Im 17. Jahrhundert starteten die Jesuitenmissionare in Lateinamerika ein "heiliges Experiment": Sie gründeten die sogenannten "Reduktionen", in denen sie zusammen mit der indigenen Bevölkerung Siedlungen des gesellschaftlichen Lebens und Orte des Glaubens gründeten. Die Musik spielte beim Aufbau der Reduktionen eine wichtige Rolle. Die Barockmusik der frühen Neuzeit verband sich in einziger Weise mit indigenen Klangelementen und der Folklore Südamerikas. 1990 wurden die Reduktionen Boliviens von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt. Seit dieser Zeit blüht die Musik aus der Zeit der Jesuitenreduktionen wieder auf.
"Moxos" spielt Barockmusik aus Bolivien

In San Ignacio de Moxos (tropischer Nordosten Boliviens) hat sich eine junge Gruppe begabter und hochmotivierter Schüler zusammengefunden, um unter der Leitung der Dirigentin Raquel Maldonado das musikalische Erbe der Reduktionszeit weiter leben zu lassen. Die Jugendlichen aus dem kleinen Urwaldort San Ignacio studieren die Klänge der alten Meister in der im Jahr 2001 gegründeten Musikhochschule. Sie lassen die instrumentalen Klänge (Violine, Bratsche, Bass u.a.) und ihre Stimmen in bemerkenswerter Qualität erklingen. Aber auch einheimische Tänze und Folklore (z.B. die federgeschmückten „Macheteros“) gehören zum Repertoire der talentierten Bolivianer.

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