KartäuserKirche Köln

Die Kartäuserkirche am Tag des offenen Denkmals 2019

Seit 1993 gibt es den bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Ziel dieses Tages ist es, die Menschen für die Bedeutung ihres kulturellen Erbes zu sensibilisieren und gleichzeitig das Interesse am Denkmalschutz zu wecken. Auch an der Kartäuserkirche werden am Sonntag, 9. September, kostenlose Führungen angeboten, Startzeiten: 11 und 13 Uhr. Der Tag beginnt mit einem Gottesdienst um 9.45 Uhr.
Die Kartäuserkirche am Tag des offenen Denkmals 2019

Bei einem Gang durch die Kartäuserkirche und ihre Umgebung (Kartause) gibt Pfarrer Mathias Bonhoeffer am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 9. September, beginnend um 11 Uhr sowie um 13 Uhr, Einblicke in deren wechselvolle Geschichte: von der Zeit und dem Wirken der Kartäusermönche, der Fremdnutzung als Lazarett und Lagerhaus zur Zeit der französischen Besatzung bis zur heutigen Nutzung als evangelische Predigtstätte und Sitz des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region.

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ ist das Thema beim Tag des offenen Denkmals 2019. Belegt ist der Begriff „modernus“ seit dem 5. Jahrhundert. Verwendet wird er dann, wenn sich das Selbstverständnis einer Epoche oder der Gesellschaft verändert und sich von Vorgängern absetzt. Ein Umbruch bricht mit tradierten Vorstellungsweisen, Techniken, Erklärungsmodellen und praktischen Umsetzungen. In jedem Umbruch steckt daher etwas Neues, Revolutionäres, Fortschrittliches – und etwas Modernes.

Nicht nur die Kunst und Architektur des frühen 20. Jahrhunderts kann als modern bezeichnet werden. In nahezu jeder Epoche der Kunst-, Architektur- und Kulturgeschichte zeigen sich Umbrüche – so auch in der gotischen Kartäuserkirche. Neues technisches Wissen ermöglichte hier neue und innovative Konstruktionen und Entwürfe: Der massive Quaderbau der Romanik mit seinen kleinen Rundbogenfenstern wird in der Gotik vom feingliederigen Skelettbau mit Spitzbögen und Kreuzrippengewölbe abgelöst. Da Strebepfeiler die tragende Funktion übernehmen, werden Wände durchbrochen und durch Maßwerkfenster gestaltet. Die leichtere Konstruktion ermöglicht gleichzeitig höhere Bauten.

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